Todesangst? Von wegen!

August 5, 2017

Sterben - So nah und doch so fern. So real und doch verdrängt. So schmerzhaft und doch erlösend. Was ist Sterben? Warum müssen wir überhaupt sterben? Und woher gehen wir dann? Wenn Sie mutig sind, kennen Sie diese Fragen. Wenn Sie ängstlich sind, werden Sie diese Fragen eines Tages überraschen. Völlig unvorbereitet. Dann erleben wir den Tod eines Menschen in einer Dimension, die uns vor Schmerz erstarren lässt. Wir können den Tod nicht aus unserem Leben ausklammern. Wir können das Lebendige nicht vom Sterbenden isolieren. Es passiert in jeder Sekunde ihres Seins. Alles auf dieser Erde ist ein Kommen und Gehen. Selbst ihre Zellen erneuern sich ständig! Zig Millionen Zellen sterben in jedem Augenblick ihres Lebens  - auch jetzt gerade - und werden neu geboren. Das Leben ist ein ewiger Kreislauf und der Tod ist in Wahrheit Geburt....

 

Einigen Menschen dieser Erde ist es vergönnt, eine Nahtoderfahrung zu machen. Ja, vergönnt! Denn so schreckhaft der Moment auch sein mag, so ergreifend ist die Erkenntnis des Sterbens, die Ihnen Ihre Angst vor dem Tode nimmt. Wenn sich die Seele vom Körper löst, wenn sie alles irdisch Schwere abstreift und leicht wie eine Feder über den Dingen schwebt und merkt, dass sie immer noch IST. Wir bleiben die selben - nur ohne den irdirschen Körper, den wir irgendwann einmal abstreifen werden. Wir sind kein Körper mit einer Seele - wir sind eine Seele mit einem Körper! Verstehen Sie? Ihr wahres ICH, die Seele, wird niemals sterben! Sie wird immer sein - wo auch immer. Das werden wir eines Tages erfahren.

 

Nichts vergeht! Nach dem Energieerhaltungsgesetz geht keine Energie verloren - niemals! Das gilt für unsere Gedanken, unsere Gefühle und unser ganzes Sein. Alles, was wir in dieser Welt erleben und erfahren wird als Energie gespeichert. Wo? In unseren Energiekörpern und im Äther, der Substanz, die uns umgibt und uns alle miteinander verbindet und feinstoffliche Energien weiterleitet. Wenn Sie nun an einen lieben Verstorbenen denken, dann nehmen Sie schlicht und einfach die Schwingung dieser Seele wahr, die noch mit Ihnen in Verbindung steht.

 

Wenn wir trauern, betrauern wir zum großen Teil uns selbst. Und das ist wichtig! Mit jedem Tod eines geliebten Menschen verlieren wir eine bestimmte Rolle in unserem Leben und erfahren eine unbelebte Lücke in unserem Alltag, die sich wie eine klaffende Wunde anfühlt. Diese Lücke müssen wir schliessen, damit unser Leben wieder in Fluss kommt.  Wir betrauern UNSER Leben, das nicht mehr das selbe sein wird wie voher. In der Trauer lernen wir mit diesem Verlust umzugehen und unser Leben neu zu gestalten. Und genau bei diesem Prozess können uns unsere verstorbenen Liebsten wunderbar helfen. Anstatt sie zu "vergessen" können wir sie integrieren. Wir können mit Ihnen in Gedanken kommunizieren, sie um Rat fragen und wenn wir uns einsam fühlen auch gemeinsam weinen.

 

Als sich meine Seele vor vielen Jahren von meinem Körper löste und ich meinen Körper von oben leblos betrachtete, entschied ich mich, zu bleiben, um mich um meine Kinder kümmern zu können. Ich sank wieder herab und verschmolz mit dem festen Körper. Geblieben ist ein unfassbar schönes Gefühl. Diese Leichtigkeit, dieser Frieden, keine Schmerzen! ICH entschied zu bleiben! Diese Erkenntnis gibt mir alle Sicherheit der Welt. Seit dem weiß ich, dass es etwas zwischen Himmel und Erde gibt, dass unser wahres Zuhause zu sein scheint.

 

Warum wandeln wir unsere Furcht vor dem Tod nicht einfach in Neugier um? Warum freuen wir uns nicht mit denen, die vorausgegangen sind und wünschen Ihnen alles Gute, dort, wo sie jetzt sind? Warum erkennen wir nicht, dass das Leben selbst ein ständiger Wandel und der Tod vielleicht einfach nur die Schwelle in ein neues Leben ist? Was wissen wir schon? Außer, dass der Tod unausweichlich ist und in meinen Augen seinen Schrecken vor vielen Jahren verloren hat.

 

 

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