Das Spiel namens "Leben"

April 8, 2017

 

Das Leben ist ein Spiel. Lange Zeit habe ich mich gefragt, was dieser Satz bedeuten soll. Ehrlich gesagt konnte ich dieser viel zitierten Aussage nicht viel abgewinnen, außer, dass ich mich nicht ernst genommen gefühlt habe. Was heißt da „Spiel“? Ist das Leben nicht purer Ernst, mit all seinen Hürden, Heraus-forderungen, dem Schmerz, dem Leid – wie kann man da so oberflächlich von „Spiel“ reden?

 

Meine Einstellung zu diesem Satz hat sich heute geändert. Die Frage ist nämlich, wie definiere ich „Spiel“ und „Spielen“? Ist Spielen wirklich nur den Kindern vorbehalten, die den Ernst des Lebens noch nicht erfahren mussten? Oder ist Spielen etwas völlig anderes? Ist Spielen nicht eher die Fähigkeit, sich bedingungslos und voller Hingabe dem Leben hinzugeben, offen zu sein, ohne Vorurteile, uneingeschränkt von irgendwelchen Doktrinen, frei und unbeschwert, dem ICH so nahe, eben so, wie Kinder noch sind und sein dürfen? Die Kinder sind dem großen Ganzen noch so verbunden, was sich mit jedem Lebensjahr mehr und mehr verliert. Dazu zähle ich auch die Fähigkeit, in seiner Phantasie bis ans Ende der Welt zu reisen, in jede Rolle zu schlüpfen, Traum und Wirklichkeit verschmelzen zu lassen und in noch liebevollem Kontakt mit unserem höheren Selbst und dem inneren Kind zu sein.  Die Kinder sind der universellen Wahrheit und höheren Dimensionen mit ihren „Traumwesen“ noch so nah, bis wir Ihnen dieses „Unfug“ ausgetrieben haben! Diese Fähigkeiten nenne ich Spielen. Sich mutig auf das Spielfeld des Lebens zu begeben, nicht wissend, welcher Zug als nächstes folgt, aber in der Absicht, das Beste daraus zu machen, damit das Spiel weitergehen kann. Gehören aber zu einem Spiel nicht auch Gewinner und Verlierer? Das kommt auf unsere Absicht an. Erst wenn ich das Ganze trenne, weil ich eben gewinnen oder besser als der andere sein will, entsteht ein Pol mit einem Gegenpol, also ein Gewinner und ein Verlierer. Wenn ich nun völlig absichtslos auf das Spielfeld des Lebens trete und alle Geschehnisse ohne Wertung und Urteil annehme, dann polarisiere ich nicht und bleibe stets im Gleichgewicht meines Seins. Und wenn ich nun so dem Leben spielerisch entgegentrete, völlig wertfrei, offen und mutig, dann werde ich mich Zug um Zug dem einen Ziel nähern, bei dem wir alle irgendwann einmal ankommen werden. Es wird niemals Verlierer geben – auch wenn es so scheint, weil stets unser freier Wille bestimmt, wie schnell oder langsam wir spielen, um an unser  Ziel zu gelangen. Und wenn Sie sich nun fragen, welches Ziel wir denn alle anpeilen, dann bitte ich Sie, dem Leben zu vertrauen. Unsere Aufgabe ist es, unsere Ängste zu überwinden, unser verletztes Bewußtsein zu heilen bis wir die Trennung der Dualität überwunden haben und letztendlich wieder Teil des großen universellen Bewußtseins sind.

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